Eintrag Suchmaschinen

Der Eintrag in Suchmaschinen oder Webkataloge wurde früher als wichtiges Mittel der Suchmaschinenoptimierung empfohlen. Das ist heute nicht mehr der Fall: Suchmaschinen finden neue Websites selbst. Viel wirkungsvoller ist es, die eigene Website in den Werkzeugen der Suchmaschinen zu verifizieren – der Google Search Console und den Bing Webmaster Tools.
Seiten-Eintrag bei den Suchmaschinen?
Als es noch zahlreiche Suchmaschinen gab, schien es nötig, die eigene Website bei jeder einzeln einzutragen. Denn nur wenn eine Suchmaschine eine Website kennt, kann sie sie als Ergebnis anzeigen. Früher zählte man Dutzende bis Hunderte Suchdienste. Heute dominieren wenige Anbieter: In Deutschland und der Schweiz vor allem Google, daneben Bing, dessen Index auch von Yahoo, Ecosia, DuckDuckGo und der Websuche von ChatGPT genutzt wird. Ein separater Eintrag bei diesen Diensten ist nicht erforderlich.
Search Console und Bing Webmaster Tools statt Eintrag
Neue Websites werden von den grossen Suchmaschinen in der Regel von selbst entdeckt. Ihre Crawler – bei Google der Googlebot – folgen Links aus dem Web und aus der Website selbst und nehmen gefundene Seiten in den Index auf. Kostenpflichtige „Eintragsservices“, wie sie manche Anbieter noch verkaufen, sind deshalb überflüssig. Sinnvoll ist dagegen die Verifizierung in der Google Search Console (früher Google Webmaster Tools) und den Bing Webmaster Tools. Dort lässt sich eine XML-Sitemap einreichen, einzelne URLs können zur Indexierung angefragt werden, und Seitenbetreiber erfahren, welche Seiten im Index sind, welche Fehler auftreten und für welche Suchbegriffe die Website angezeigt wird. Über das Protokoll IndexNow können Websites Bing und anderen Suchmaschinen neue oder geänderte Inhalte zudem direkt melden.
Der Nutzen von Eintragungs-Software
Dasselbe gilt für Eintragungsprogramme, die früher beliebt waren (z. B. Hello Engines). Bei Hunderten von Suchdiensten schien es zeitsparend, die Einträge per Software automatisiert vorzunehmen. Mit der Konzentration auf wenige grosse Suchmaschinen, die Websites selbstständig finden, haben sich solche Programme ebenso überholt wie die entsprechenden Agenturdienste.
Eintrag in Webkataloge? Was sagt Google dazu?
Häufig wird im selben Atemzug der Eintrag in Webkataloge empfohlen – nach Kategorien sortierte Linkverzeichnisse. Ihre Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung ist jedoch stark gesunken. Viele Kataloge waren schlecht gepflegt und von geringer Qualität, und Google wertet Links aus solchen Verzeichnissen weitgehend nicht mehr oder sieht sie bei massenhaftem Einsatz sogar als Linkspam. Sinnvoll bleiben dagegen Einträge, die echten Nutzen für Kunden haben: das Google Unternehmensprofil, relevante Branchen- und Herstellerverzeichnisse, Verbände oder regionale Portale – jeweils mit konsistenten Unternehmensangaben.